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Charaktertypen in Psychoanalyse und Tiefenpsychologie
Erstellt am: 2012-12-29 11:10:54
von: ghamila
Charaktertypen in Psychoanalyse und Tiefenpsychologie

In der Psychoanalyse bezeichnet der Begriff Charakter einen Typus im Erleben und Verhalten sowie ein individuelles Muster von vorherrschenden Abwehrmechanismen aus dem Ich-Anteil. Die Charaktere gehen flieŸend ineinander über, es gibt jedoch eine Häufung bestimmter Strukturelemente.[7]

narzisstischer Charakter (frühe orale Phase)
vorherrschende Abwehrmechanismen: Spaltung, Entwertung / Idealisierung, Verleugnung, Projektive Identifikation
Erleben und Verhalten: œbersteigertes Machtbedürfnis und Selbstwertgefühl, Entwertung anderer Menschen
schizoider Charakter (frühe orale Phase)
vorherrschende Abwehrmechanismen: Sublimierung, Rationalisierung, Intellektualisierung, Affektisolierung
Erleben und Verhalten: Distanzbedürfnis, Angst vor Nähe
depressiver Charakter (orale Phase)
vorherrschende Abwehrmechanismen: Autoaggressionen, Reaktionsbildung, Introjektion
Erleben und Verhalten: Abhängigkeit von anderen Menschen, Minderwertigkeitsideen und -gefühle, Passivität
zwanghafter Charakter (anale Phase)
vorherrschende Abwehrmechanismen: Reaktionsbildung, Rationalisierung, Affektisolierung
Erleben und Verhalten: Kontrollbedürfnis, Sparsamkeit, Eigensinn, Genauigkeit
hysterischer Charakter (ödipale / elektrale Phase)
vorherrschende Abwehrmechanismen: Verdrängung, Verleugnung, Konversion
Erleben und Verhalten: Geltungsbedürfnis, sexualisiertes Verhalten, Angst vor Sexualität

Ein weiteres psychoanalytisches Charakterkonzept mit ausdrücklichem Bezug auf das Freudsche Phasenmodell hat Erich Fromm entwickelt. Er unterscheidet u.a. den autoritären (oder sadomasochistischen) Charakter, den Marketing-Charakter sowie weitere Charaktertypen (narzisstisch, oral-rezeptiv, hortend, ausbeuterisch, nekrophil). In seiner Charaktertheorie unterscheidet er den Modus der Sozialisation (Bezogenheit zu den Menschen) und den der Assimilierung (Bezogenheit zu den Dingen). Zentral für seinen psychoanalytisch-soziologischen Ansatz ist auch die Unterscheidung zwischen Sozialcharakter und Individualcharakter. Fritz Riemann hat in seinem Buch €žGrundformen der Angst€œ den narzisstischen Charakter dem zwanghaften Charakter untergeordnet. In der Fachliteratur sind noch andere Einteilungen zu finden (siehe u.a. Kutter 2008; Thomä und Kächele, 2006).
Charakterstärke und das Konzept der Neurose

Das seit der Antike geläufige Konzept der Charakterstärke umfasst wichtige persönliche und soziale Tugenden, insbesondere entschiedenes Eintreten für œberzeugungen, Pflichtbewusstsein, Ausdauer, Mut (Zivilcourage) und moralische Konsequenz. Charakterstärke kennzeichnet die ausgereifte Persönlichkeit, d.h. die durch Entwicklungsstörungen weitgehend unbeeinträchtigte psychische Verfassung eines Individuums. Von Ich-Stärke (Ich-Reife) wird in der Psychoanalyse dann gesprochen, wenn die Ich-Funktionen (u.a. Wahrnehmen, Denken, Handeln) zwischen den Triebimpulsen des Es und den Normen des œber-Ich so zu kontrollieren und auszugleichen vermögen, dass €“ allgemein gesagt €“ die Liebes- und Arbeitsfähigkeit des Menschen erhalten sind. Der Gegenbegriff ist die Ich-Schwäche, die durch psychodynamische Entwicklungsstörungen und Anpassungsstörungen bedingt ist und aus Sicht der Psychoanalyse ein wichtiges Kennzeichen der Neurose bildet. Es wird angenommen, dass durch starre oder unter Belastung versagende Abwehrmechanismen die volle Breite des Erlebens eingeengt wird, insofern eine €žBewusstseinsminderung€œ eintritt, und allgemein die Bildung von neurotischen Symptomen gefördert wird[8] Diese Minderung des Bewusstseins kann als konkrete Auswirkung der verschiedenen Abwehrmechanismen (s.o) angesehen werden. Als Indikator der Charakterstärke gilt z.B. Humor. Auch in diesem Wort werden die Anklänge zur Humoralpathologie deutlich als dem richtigen MaŸ von Feuchtigkeit bzw. €žgesunden Säften€œ (lat. humores) für eine wohlgegründete gute Stimmung.